Selbstbau-Lautsprecher Minuetta

Der Wunsch nach einem Paar kleinerer Regallautsprecher für die Küche trieb mich eines Tages in einen kleinen, edlen HiFi-Laden in Rüttenscheid. Die Hörvorführung entwickelte dort sehr schnell eine Eigendynamik und nach kurzer Zeit verspürte ich fast schon den Zwang, die kleinen Lautsprecher aus dem Wohnzimmer in die Küche zu stellen und fürs Wohnzimmer was Anständiges anzuschaffen. Im Nu standen Lautsprecherboxen im fünfstelligen Eurobereich vor mir, welche die Anschaffung neuer HiFi-Geräte in der gleichen finanziellen Größenordnung nach sich ziehen würden.
Ich war gezwungen umzudenken!

Minuetta-Entwurf-Inventor

So führte mich mein Weg dann zu Udo Wohlgemuth, dem Papst für Selbstbau-Lautsprecher.

Nachdem ich eine Epicon 6 gehört und eine Sonus Faber gesehen hatte, war das Design schnell klar: Eine Mischung aus beiden sollte es werden. Die Optik hat mich als Mann schon immer zuerst angesprochen.
Ein erster Entwurf am PC war schnell gemacht. Zwei gefällige Splines gespiegelt, ein bisschen versetzen, ein paar Linien dran, extrudieren, fertig. Soweit die Theorie. Warum ein Freund aus dem Maschinenbau, der
mir mit ein paar Tipps zum Thema „Blöcke und Fotos auf Oberflächen legen“ zur Seite stehen sollte, gleich meine Splines durch Kreise ersetzen wollte, wurde mir erst später klar. Viel später. Aber eins nach dem
Anderen…
13.08.2012 Erster Besuch bei Udo Wohlgemuth auf der Couch (und ich die gute Hose an). Ich war, um es ganz vorsichtig auszudrücken, nicht auf Anhieb begeistert. Das kam erst bei meinem zweiten Besuch.
Vorher hatte ich das Lautsprecherbau-Magazin gründlich durchforstet und mir etliche Projektberichte ausgedruckt. Es schien also doch was Gutes mit diesem Udo zu gehen…

Meinen ersten Eindruck hatte ich also mal wieder mit den Augen gewonnen. Aber ich wollte ja was für die Ohren.
Am 15.08.2012 war ich dann wieder da. Diesmal mit eigener Musik und mit etwas älterer Hose;-) Es war eine DALI CD. Die Marke der Hose weiß ich nicht mehr. Aber diesmal hatte ich die Fernbedienung für die
Lautstärke. Jetzt kam der zweite Eindruck, und zwar von meinen Ohren. An dieser Stelle wurde klar: Es wird eine Minuetta (für die Duetta ist mein Raum zu klein). Also gleich den Bausatz bestellt. Die nächsten Tage und Nächte verbrachte ich vor Inventor. Nicht selten wurde es spät; und manchmal auch schon wieder hell. Insgesamt habe ich den Entwurf fünfmal gemacht. Inventor geht mir, ganz nebenbei, jetzt viel besser von der Hand. Immer wieder flossen Ideen, nicht immer meine, in die Entwürfe ein. Spanten mit Zapfen, Zapfen wieder weg, Spantenformen optimiert und schließlich die Splines, die wirklich während der ganzen Zeit sehr wehrig waren, durch Kreise ersetzt (wer Splines stutzen, dehnen, versetzen und abrunden will, weiß wovon ich hier rede – oder er kann es und sagt mir mal, wie es geht – ). Die letzte, splinelose Version ist sehr gefügig beim Konstruieren und die Gehäuseform hat nicht einmal gelitten.

Am 18.08.2012 habe ich dann Rüdiger, einen Bassgitarrenbauer aus Krefeld, der zufällig auch eine CNC-Fräse besitzt, auf eine Tasse Kaffee besucht. Völlig ohne Anwendung von Gewalt ließ sich dieser von der Mitarbeit an meinem Projekt überzeugen (alle Waffen umsonst mitgenommen). Bis aber so eine Inventor-Datei in eine CNC-Fräse aus dem, war es das achtzehnte Jahrhundert? geladen war, mussten wir ein bisschen zaubern. Und weil ich es nie abwarten kann, habe ich mir zwischendurch schnell eine Oberfräse zugelegt, in meinen Arbeitstisch ein Loch gesägt und schon mal ein paar Bretter zerspant. Dazu habe ich einen Plot der Spantenkontur mit Sprühkleber auf ein Multiplex-Brett geklebt, um eine Schablone zu fertigen (der eigene Drucker skaliert leider etwas, deshalb der Plot). Die Schablone ist bisher nur mit der Stichsäge und Schleifhülsen bearbeitet worden. Die Schleifhülsen machen an der Innenkontur einen ganz guten Job, außen wäre aber ein Band- oder Tellerschleifer die erste Wahl. Mal sehen was ebay da so hat.

Schleifhuelse-Innenkontur

28.08.2012 Zwei große Frommia Band- und Tellerschleifer bei ebay – drei, zwo, eins, beide nicht meins. Wäre rückblickend auch ein wenig oversized gewesen. Ein 60er Winkelstahl, eine Säge, ein Schweißgerät
und mein alter Bandschleifer ergaben dann in kurzer Zeit die B-Lösung. Hiermit lässt sich die Außenkontur quer ganz gut bis an die Linie schleifen. Die Feinheiten kommen dann von Hand mit dem Schleifklotz in
Längsrichtung. Das klappt ganz gut, solange man keine Großserie bauen will.

Bandschleifer-Umbau

Der Sprühkleber macht übrigens seinen Job sehr gut, auch dann, wenn er nicht mehr soll… Am Ende ist die Spantenschablone aber als gelungen zu bezeichnen.

Spantenschablone

Und gegen den Sprühkleber und den Plot haben zwei Daumennägel und reichlich Spiritus geholfen. Inzwischen ist auch die Aluminium-Adapterplatte für die Oberfräse am Start. Ich warte noch auf die Fräser.
Einen Bündigfräser mit Kugellager zum Kopieren der Schablone und einen Abrundfräser, mit dem ich die Innenkanten der Spanten zu bearbeiten gedenke.

Adapterplatte

29.08.2012 Rüdiger hat sich gemeldet. Er hat die Kontur über eine pdf-Datei in die CNC eingelesen und eine erste Spante gefräst. Zum Glück konnte ich gut hier weg und bin sofort hingefahren. Die Spante auf den Plot gelegt und verglichen. Die Konturen stimmen überein. Das Importproblem ist schon mal gelöst, wenn auch auf eine etwas andere Art. Jetzt gibt es auch gleich einen Termin für die gemeinsame CNC-Bearbeitung der Innereien. Der 12.09. soll es sein. Vorher hat Rüdiger leider nichts mehr frei. Und das bei meiner Ungeduld… also in zwei Wochen. Das wird hart. Ich denke über eine Schlafkur nach.

Glücklicherweise hat Udo die Weichen fertig. Auf MDF aufgeklebt. Muss ich mich darum schon mal nicht kümmern. – Denkste. Die Rückwand bietet nicht genug Platz für die Weichen. Also müssen die an eine andere Stelle. Es gibt aber in meinem Entwurf keine andere Stelle (hätte man vorher mal dran denken sollen). Zumindest keine, an die ich später noch mal drankomme, wenn es sein muss. Na gut, eine gibt es, aber dann muss ich den Boden schraubbar machen und die Weiche in ihrer Form verändern. Ist vielleicht auch gar nicht so schlecht, wenn sich die Box öffnen lässt. Vielleicht muss man irgendwann mal die Katze rausholen, weil sie rückwärts nicht mehr durch die BR-Öffnung passt, oder den Kanarienvogel, oder zum Großreinemachen.

Die Weiche kommt jetzt auf den Boden der Box. Dieser wird deswegen nicht mehr eingeleimt, sondern geschraubt. Gegen die jetzt zusätzlich eingeplante unterste Spante. Bild folgt…
Da ist es schon: Boden und unterste Spante noch unverschraubt, Weiche noch viereckig. Wie krieg ich jetzt die Spulen und das ganze Zeug wieder vom Brett ab? Ich werde es mal mit dem Heißluftföhn versuchen.

Frequenzweiche-eckig

30.08.2012 Wie die Zeit vergeht… Schon ein Tag rum!
Die Aluminium-Adapterplatte passt jetzt endlich bündig in die Tischplatte und der erste anständige Fräser mit schaftseitigem Kugellager ist auch in der Post gewesen. Juchuuu zerspanen ☺ Schnell zum Holzfachhandel und mit reichlich Multiplexresten eingedeckt. Den Staubsauger angedockt und die ersten richtigen Spanten gefräst. Während der Fräser beim 30er Multiplex ganz locker seine Arbeit verrichtet, kriegt der kleine Haushalts-Staubsauger aber das große Würgen. Das Holz scheint beim Zerspanen sein Volumen zu verhundertfachen.

Der freistehende Fräser verlangt höchste Konzentration beim Arbeiten. Wenn man sich dem von der falschen Seite aus nähert, wird der schnell gierig und will sich an Holz und Händen selbst bedienen. Immer schön gegen die Schnittrichtung bewegen und an den Ecken, wenn Richtungswechsel anstehen, besonders vorsichtig sein. Gut, dass hier keine BG gucken will. Ist ja privat…
Dennoch, eine Schutzvorrichtung muss bald her. Ich hänge doch zu sehr an meinen Fingern. Wie will man das, was nach dem Fräsen in der Nase ist, sonst auch wieder rauskriegen?

Buendigfraeser

So, die erste Spante und der Boden haben ihre Kontur. Die 30er Multiplexplatten habe ich mit der Stichsäge bis auf 5 mm Nähe zur Kontur der Schablone ausgesägt. Dann die Schablone ans Multiplex genagelt. Zwei kleine Drahtstifte (so heißen die, glaub ich) reichen hierfür. Die Schablone liegt jetzt auf dem Frästisch auf, die 30er darüber. Das schaftseitige Kugellager des Fräsers fährt hier schön die Kontur ab.

Auf dem Bild mit den Weichen sieht man das Ergebnis. Es fehlt hier aber noch die Abrundung der inneren Kontur. Klar, dieser Fräser fährt noch mit dem DHL-Bus durch die Gegend. Auf dem nächsten Bild sieht man dann schon die neuen Grundplatten für die Weichen. Auch die sind mit dem Winkelstahl-Bandschleifer entstanden. Gefällt mir immer besser, dieses Provisorium.

Grundplatten

31.08.2012 (Noch zwölf Mal schlafen) Der R10-Abrundfräser hat heute den Weg zu mir gefunden. Raus aus dem Karton, rein ins Holz. Die Spante sieht jetzt so aus.

Spante

Damit die Weichen in den Zwischenraum der Spante passen, mussten die Weichenbauteile von ihren rechteckigen Grundplatten erst mal wieder runter. Mit Kältespray wird der Heißkleber zwar schön hart, aber nicht spröde genug, um zu brechen. Auf einer kleinen Heizplatte habe ich mich bis 75°C getraut. Einfach die MDF-Platte draufgelegt und immer mal wieder an den Bauteilen gebogen. Am Ende ging alles ab, aber nicht gut. Viele Klebstoffreste bleiben an den Teilen hängen. Meine Empfehlung: vorher überlegen, ob und wo die Weichen passen.

Heizplatte

01.09.2012 In meiner näheren Umgebung scheint kein Holzlieferant in der Lage zu sein, meine inneren Schall- und Rückwände undverknüpft a) auf 1/10 mm genau zu schneiden, b) mit einem Gehrungswinkel von 79° zu arbeiten, c) mit mm-Angaben auf der Zeichnung klarzukommen und d) 21 mm dickes Multiplex vorrätig zu haben. Was wiederum erfinderisch macht, wie jede Not…

21 mm Multiplex habe ich noch einen Rest hier. Diesen habe ich mit der Stichsäge auf mein gewünschtes Maß plus ca. 4 mm Zugabe gebracht. Die Tischfräse bekommt einen Anschlag, der ebenfalls aus einem Multiplex-Rest mit mindestens einer geraden Kante besteht. Dabei muss der Anschlag noch nicht einmal parallel zu irgendeiner Tischkante oder sonst wozu stehen. Er liegt immer tangential zum Fräser! Wie praktisch. Den Anschlag mit zwei Schraubzwingen am Tisch befestigt und mit leichten Hammerschlägen in den gewünschten Abstand zum Fräskopf gebracht. An einem Reststück wird das Maß kontrolliert. Dann gegen die Schnittrichtung das Brett durchschieben. Mit ein bisschen gutem Willen geht das auf 1/10 genau. Auf die gleiche Weise lassen sich die Nuten in der inneren Schallwand herstellen.

Fräsen

So, viel fehlt nicht mehr. 01:45 Uhr – jetzt aber ins Bett.

05.09.2012 Die Schnittkanten der inneren Schall- und Rückwand müssten eigentlich mit der äußeren Kontur der Spanten fluchten. Im Inventor kein Problem. Aber der gebogene Sägeschnitt ist 2012 noch nicht erfunden. Ok- das Stückchen Kreisbogen der Brettdicke kann man auch durch eine Gerade ersetzen. Was wiederum einen Winkel von 26,6° an der inneren Rück wand und 11° an der inneren Schallwand erfordert. Könnte ich doch nur mit einem viereckigen Gehäuse zufrieden sein!!! Geht aber nicht. Meine Bandsäge hat zum Glück einen verstellbaren Tisch. Die Schnittkante ist nicht die sauberste und um die benötigte Breite zu bekommen muss man sich Stück für Stück rantasten. Aber besser, als ein gebogenes Sägeblatt zu erfinden.

Bandsäge

Die Kanten werden dann mit Schleifpapier geglättet.

innere-Rückwand

So, jetzt kann ich probehalber mal alles zusammensetzen und gucken, wie die Einzelteile so passen.

Anprobe

Die Passungen sind zufriedenstellend dafür, dass mein CNC-Termin erst in 7 Tagen ist. Aber: Die unterste Spante sitzt hier kaum im Leim, da muss ich schon wieder eine Erfahrung machen. Ponal ist, zumindest für Holz, ein super Gleitmittel bis es dann klebt. Und das dauert… Die Spannte will immer wieder seitlich verrutschen und wenn sie dann seitlich passt, stimmt der 90° Winkel nicht mehr. Die folgenden Spanten habe ich gegen Verrutschen mit einem Holzdübel fixiert. Spante in Position gebracht, Dübelloch gebohrt, Dübel eingeschlagen, Spante wieder abgenommen. Jetzt Ponal drauf und die Spante wieder auf den Dübel gesteckt. Auch die 90° Winkel passen jetzt, da die Nuten in der Rückwand den Winkel sicher vorgeben.

verleimte-Spanten

Auf dem nächsten Bild trocknen die Klebestellen der dritten und vierten Spante. Gleichzeitig habe ich mal eine dünne HDF-Platte auf die ersten beiden bereits getrockneten Spanten aufgeklemmt. Das geht mit 3 mm und über eine Breite von nur zwei Spanten noch ganz gut. Wenn alle Spanten und die Rückwand verleimt sind, versuche ich mal eine 6 mm MDF aufzuspannen. Wenn das mal nicht spannend wird…

Außenhaut

07.09.2012 Damit die Übergänge von den Spanten zu den inneren Vorder- und Rückwänden sauber sind, schleife ich diese mit einem Multiplex-Reststück, das ich mit Schleifpapier beklebt habe, über. Dadurch habe ich eine schöne Führung über die gesamte Länge, ohne dass es beim Schleifen kippelt.

Schleifhilfe

08.09.2012 Die Kanten der inneren Schallwand habe ich leider vorher nicht so gründlich bearbeitet. Jetzt sind sie aber schon verklebt, weil ich mal wieder zu ungeduldig war. Deshalb habe ich unter meine Fräse eine Zwischenplatte mit einem Winkel von 11° montiert und die Kanten nochmal nachgefräst.

Keilfräse

Jetzt bin ich mit der Außenkontur zufrieden.

Kontur

Zwischendurch mal ein Foto stehend:

Zwischenstand

Und weil heute alles so prima von der Hand ging, habe ich mich auch gleich an die 6 mm MDF-Platten gewagt. Schön tapfer den Multi-Kraftkleber von Würth ausgedrückt, unten mit einem Verschnittstück gegengehalten und oben mit Schraubzwingen und Druckluftnagler gewurstet. Alles für’n Popo. Fünf Minuten Topfzeit sind irre schnell um, wenn man alles alleine machen muss. Man sollte auch vorher genug Zwingen griffbereit haben (12 sind zu wenig) und an der im Bild oberen Kante, also der inneren Rückwand, eine stabile Leiste auflegen, um die Kraft besser zu verteilen. Hab ich aber alles nicht gemacht…

6 mm MDF Platten

Und 15 Minuten später sah die Box dann so aus:
Das MDF geht irgendwie gar nicht mehr ab, muss es aber. Die MDF-Platte passte nur dort, wo die Zwingen saßen. Dazwischen hat der Kleber noch die Wurstform und die Fuge sieht auch aus wie die Wurst. Also schnell wieder runter damit. Schnell war in diesem Fall vier Stunden. Aber vermutlich besser heute vier als morgen acht. Ich glaube, heute mach ich auch nichts mehr…

Abriss

Übrigens hat auch der Druckluft-Klammer-Nagler die MDF-Platte nicht davon überzeugen können, sich an die Kontur anzulegen. Die Spanten sind aber inzwischen wieder clean… Jetzt traue ich mich irgendwie an die 6 mm MDF-Platten nicht mehr so richtig ran. Ich werde wohl mal ein paar Gegenspanten fräsen, damit die Zwingen im rechten Winkel greifen und nicht immer abrutschen wollen. Außerdem sind es nur noch zwei Tage bis zum Termin bei Rüdiger. Vielleicht hat der auch einen Tipp für mich.

10.09.2012 Ein neuer Klebversuch, diesmal besser vorbereitet. Mit noch mehr Zwingen und mit einem zweiten Mann dabei. Kleber war wieder der Multi-Kraft-Kleber von Würth mit seiner sehr engen Topfzeit von fünf Minuten. Weil er eben noch da war. Sonst hätte ich vermutlich lieber OTTOCOLL P84 mit 20 Minuten Topfzeit verwendet. Gegangen wäre es sicherlich auch mit Fischer Konstruktionsklebstoff KK oder mit PUConstruct von Soudal. Es folgen ein paar Bilder der Zwingenorgie…

Zwingenorgie

Trotz der inzwischen 16 Zwingen ist der Andruck immer noch nicht optimal verteilt. Beim nächsten Mal würde ich vermutlich mit Gegenspanten arbeiten. Auf den folgenden Bildern sieht man, wo ein bisschen mehr Druck gutgetan hätte.

Luftspalt

Leim quillt

Ob ich mit dem Ergebnis leben kann, sehe ich in ca. zwei Stunden, wenn ich mich dann schon traue, die Zwingen abzunehmen…

Immer noch der 10.09.2012 am Abend. Die Zwingen sind runter und die überstehenden Ränder schon beschliffen. Schön von außen nach innen damit nichts wegbricht. Werkzeug der ersten Wahl war wieder die mit Schleifpapier beklebte Leiste. Die Fuge zur inneren Schallwand sieht jetzt aus wie aus dem Bilderbuch. Schön eng und gleichmäßig, auch nach dem Abblasen, wenn der Holzstaub aus der Fuge raus ist. Hier hat auch die Leiste mit dem Schleifpapier auf der Außenseite den Druck schön verteilt (siehe das Bild mit den vielen Zwingen).

nach dem Schleifen

Aber nicht alles sieht nach Bilderbuch aus:
Die im Zwingenbild unten liegende Multiplex-Platte sollte den Druck der zwei waagerecht liegenden roten Zwingen eigentlich gleichmäßig auf die MDF-Platte verteilen. Hat sie aber nicht. Die Fuge zur inneren Rückwand sieht eher bescheiden aus. Hier liegt die MDF an den äußeren Stellen schön an, in der Mitte hat sich aber ein ca. 1,5 mm breiter Spalt gebildet. Die Verklebung ist zwar dicht, sieht aber nicht schön aus.

unerwünschter Spalt

Was mich aber noch mehr stört, sind die Risse, welche sich im MDF zeigen (sorry wegen der schmalen Tiefenschärfe). Ich habe sofort versucht, diese mit Zyanacrylat-Kleber zu schließen. Da ist wohl zu viel Spannung im MDF. Vielleicht war es doch keine soo gute Idee 6 mm MDF zu nehmen.

Risse im MDF

11.09.2012 Morgen ist der große CNC-Tag. Heute sieht die Box bereits so aus. Die Risse konnte ich mit Cyanacrylat-Kleber stoppen. Insgesamt gefällt das Produkt. Es gibt aber auch noch Stellen, an denen ich Probleme erwarte. Der Schallwand-Ausschnitt für den TT-Lautsprecher beispielsweise ist etwas breiter als die Schallwand selbst und geht bis ins MDF. Mal sehen, was der Mittwoch bringt…

Prototyp

12.09.2012 Auf zu Rüdiger. Bis heute waren alle Vorarbeiten als Experiment zu betrachten. Jetzt wird’s ernst. Der Import der .dxf- bzw. .dwg-Dateien klappt auf einmal, jetzt da die Kontur splinelos ist. Innerhalb weniger Minuten ist die CNC-Datei in der Fräse und kurz darauf purzeln die Spanten schneller raus als ich sie an der Kantenschleifmaschine finishen kann. Das ist der wahre Akkord☺…
Auch die inneren Schall- und Rückwände sind schnell eingelesen. Schade nur, dass kein Multiplex in 21 mm vorhanden ist. Aber Rüdiger ist gut ausgestattet und so wird kurzerhand eine 30 mm Multiplex an der Kreissäge auf 21 mm gebracht. Was, schon 16:00 Uhr? Schnell zum Furnierhändler und ein paar m² schönstes Makassar-Furnier erstanden. Nächsten Mittwoch geht’s weiter.

Makassar-Furnier

Ich kann übrigens nur davon abraten, aus 30er Multiplex 21er zu machen. Die Mittellagen sind anscheinend nicht so stabil verklebt wie die Außenlagen. Das führt dazu, dass diese Schichten schneller an den Kanten ausfransen. Bei der nächsten Box wird alles anders.

Kreissäge

13.09.2012 Wieder zurück mit den Frästeilen in meiner Werkstatt. Heute wird verleimt. Weil die Zeiger der Uhr sich bedeutend langsamer bewegen, wenn man auf das Trocknen des Leimes wartet, verwende ich weiter den Multi-Kraft-Kleber mit der kurzen Topfzeit.

14.09.2012 Der Multi-Kraft-Kleber ist jetzt aufgebraucht. War eh nur noch ein Rest. Ab jetzt verwende ich Ponal Express Weißleim. Der Zusammenbau geschieht auf die gleiche Weise, wie zuvor beschrieben. Alle Spanten werden mit Holzdübel gegen Verrutschen gesichert.

15.09.2012 Habe heute neue Reststücke in 30 mm Multiplex besorgt. Übers Wochenende sollen die Gegenspantenschablone und die Gegenspanten gefräst werden. Ich habe den Radius der Gegenspanten um 22 mm für die Außenwand und zusätzlich um 21 mm für Leisten vergrößert. Die Leisten sollen den Pressdruck gleichmäßiger auf die MDF-Außenwände verteilen. Im Bild ist auch schon die erste Gegenspante zu sehen.

CNC-Spanten-verleimen

16.09.2012 Die 12 Geschworenen (Gegenspanten) sind gefräst. Wie gehabt, wenn ich hier ohne CNC arbeite, mit Hilfe einer Schablone aus 12 mm Multiplex. Der Fräser ist übrigens weniger gierig und damit gefährlich, wenn ich die Kontur vorher mit der Bandsäge auf ca. 2 bis 3 mm genau aussäge. Je genauer, desto smoother fährt der Fräser die Kante ab. Die Ecken schön mit 5 mm Radius abgerundet wegen des guten Greif-Gefühls. Die kann man jetzt stundenlang streicheln… (da guckt die Freundin schon ganz neidisch).

Gegenspanten

17.09.2012 Heute habe ich mir beim Holzlieferanten Biegesperrholz angesehen. Die Risse in der MDF-Platte haben mich doch zu nervös gemacht. Ich habe nämlich die begründete Sorge, dass sich die Spannungen aller folgenden Platten in der untersten addieren. Dann sähe ich am Ende mit MDF ziemlich alt aus… Wenn ich dagegen Biegesperrholz verwende, habe ich zwar die Vorrichtung mit den Gegenspanten umsonst gebaut, dafür kann ich nachts aber besser schlafen und höre nicht ständig mein Holz reißen. Das Biegesperrholz legt sich von ganz allein in die Kurve. Quasi spannungsfrei. Natürlich wird auch das dokumentiert…

Verleimen der Gegenspanten

Mit Box:

Gegenspantenform mit Box

Und ohne:

Gegenspantenform

18.09.2012 Endlich geht es mal wieder ein Stück voran, auch wenn es am Anfang des Tages noch gar nicht danach aussah. Das Biegesperrholz, auf dessen Lieferung ich schon gestern zu hoffen gewagt hatte, kam heute gegen 11:00 Uhr. Früh genug, um noch was damit zu schaffen. – Leider die falsche Stärke: 5 mm bestellt, 9 mm geliefert. Gar nicht erst abgeladen. 9 mm hätte eine zweilagige Außenhülle plus Furnierträger bedeutet. Das wäre mir zu schlabbrig. Also mit dem Transporter eines Freundes auf zu Holz Brodersen. Vier Tafeln Buchensperrholz in 4 mm besorgt. Das ergibt bei einer Soll-Wandstärke von 22 bis 24 mm 5 Lagen plus Furnierträger. So ist’s besser. Das mit dem Buchensperrholz hab ich vorher an meinem Prototypen (so heißt jetzt meine erste Box, die mit den Rissen im MDF) probiert. Das ging in der Gegenspantenpresse super. Also mit zwei Zentimeter Übermaß eine Außenwand ausgeschnitten und wie beim Prototypen in die Gegenspante gelegt. Aber die Tücke liegt im Detail: Auf richtigen Faserverlauf muss geachtet werden. Zum Glück hatte ich nicht gleich alle Platten geschnitten. Buchensperrholz lässt sich quer zur Faserrichtung halb so leicht biegen wie mit der Faser.

Faserverlauf

Dank der genialen Gegenspantenpresse geht das Verleimen jetzt fix von der Hand. Die Eieruhr auf fünf Minuten gestellt, ein zweiter Mann zum richtigen Positionieren des Korpus und zum Ansetzen der Zwingen dabei und schon ist die kurze Topfzeit des Multi-Kraft-Klebers ganz entspannt einzuhalten. Die Eieruhr klingelt, nachdem alles sitzt. Die Fugen sind super eng und am gleichmäßig ausquellenden Leim ist schon jetzt zu erkennen: Die Verklebung ist perfekt.

perfekte Leimfuge

Box in der Form

Hier noch mit überstehenden Seitenwänden: (im Hintergrund die zum Prototypen degradierte erste Box)

Außenhaut verleimt

Und hier mit beschliffenen Rändern. Mann, hab ich einen Spaß! Ich glaube, ich habe einen Holzrausch. Das ist besser als Hasch und Alkohol zusammen.;-)

beschliffene Aussenhaut

19.09.2012 Es ist wieder Mittwoch…

Auf zu Rüdiger, heute steht Furnieren auf dem Plan. Mit Blick auf die hohe Quersteifigkeit der Buchensperrholzplatte entscheiden wir uns für das Biegesperrholz als Träger für das Makassar-Furnier. Schließlich soll die Faser des Furniers in Biegerichtung verlaufen und versteift so unser Sperrholz zusätzlich. Also das Furnier in passende Streifen geschnitten, übereinander gestapelt, zwischen zwei Bretter geklemmt und am Hobel die Seiten auf einheitliche Breite gebracht. Dann mit Tesafilm zu einer Platte verbunden, Weißleim mit der Leimwalze aufgetragen und zusammen mit dem Biegesperrholz in die Furnierpresse. Tatsächlich wird nur durch das Furnier aus dem schlabbrigen Biegesperrholz eine ziemlich steife Platte.

Furnier

Wieder zurück in der heimischen Werkstatt habe ich dann auch gleich einen Versuch zum ganzflächigen Verkleben der zweiten Schicht meiner Außenwand gestartet. Kleber war Ponal Express Weißleim auf einem flachen Teller. Aufgetragen habe ich ihn mit einer Schaumstoffwalze. Zweiter Mann, Gegenspantenpresse, Zwingen, Eieruhr alles wie gehabt. Etwa eine Stunde später konnte ich die überstehenden Kanten schon wieder bearbeiten. Die Außenwände sind ca. 2 cm übermaßig geschnitten, damit ich beim Leimen nicht so aufpassen muss. Die ersten 8 mm Überstand auf jeder Seite zerspane ich mit der Flex und einer 36er Scheibe. Das staubt mal schön. Die restlichen 2 mm ziehe ich dann mit dem Bandschleifer ab. Jetzt sind 8 mm Außenwand drauf. Das klingt beim Anklopfen schon deutlich massiver.
Und schon ist es wieder 19:15 Uhr und kein zweiter Mann verfügbar. Die nächste Schicht muss bis morgen warten.

vollflächiges Verleimen

perfekte-Verleimung

20.09.2012 Mit Schrecken muss ich feststellen, dass auf der Eton Homepage in der pdf-Datei zu meinem Tieftonlautsprecher 8-800/37Hex ein falscher Außendurchmesser angegeben ist. Dummerweise war dieses Maß Grundlage meiner Planung. Der 8-800/37Hex hat nicht wie angegeben 223, sondern 228 mm Durchmesser. Ich rufe also den Geschäftsführer von Eton an, um auf diesen Fehler hinzuweisen. Aber der will diese Information gar nicht. Dann eben nicht. Ich wundere mich mal wieder über diese Welt und hoffe, dass die Boxenbauer nach mir entweder nicht nach dem Produktdatenblatt planen oder zumindest diesen Baubericht gründlich lesen werden. Sonst habe ich heute fünf weitere Außenlagen aufgeleimt. Die aktuelle Zahl ist jetzt 3 und 2 auf jeder Box. Insgesamt möchte ich unter der Furnierlage mindestens vier mal vier mm Sperrholz haben. Der Biegesperrholz-Furnierträger ist dann nochmal 5 mm dick. Noch 6 Lagen kleben, dann kommt die Furnierlage. Wenn der Leim wie auf dem Bild gleichmäßig ganz leicht rausquillt müsste die Verklebung halten.

Leimaustritt

21.09.2012 Da kommt doch einer unserer gefiederten kleinen Freunde in meine Halle geflogen und kackt mir frech auf die vierte Lage. „Scheiß drauf“ hat der sich wohl gedacht „ist schließlich mein Wald den du da verarbeitest“. Recht hat er. Außer vier weiteren geklebten Lagen ist sonst nicht viel Bemerkenswertes passiert. Die Anzahl der Lagen ist jetzt 4 und 3 auf beiden.

23.09.2012 Inzwischen sind vier Lagen drauf.

vierte-Lage

24.09.2012 Heute sollten eigentlich die Furnierlagen aufgeleimt werden. Doch was passiert? Ich muss arbeiten. Schöner Mist! Ok, ein paar Minuten zwischendurch, da wird wohl keiner was sagen. (Wer auch? Ich bin ja schließlich der Chef). Aber immer mit gutem Beispiel vorangehen. Zwei Lagen konnte ich dann doch zwischen die Arbeit quetschen. Die Wandstärke beträgt jetzt 23,6 mm. Vier mal 4,5 und einmal 5,6mm.

letzte Lage Außenwand

02.10.2012 Mein Kurzurlaub auf Mallorca ist vorbei. Endlich geht es in Sachen Holz weiter. Ich hab es schon vermisst. Zuerst habe ich eine Schablone für die Schallwand erstellt. Die beiden runden Ausschnitte für Mittel- und Tieftöner sind mit einem Festwert-Fräszirkel entstanden. Das ist in diesem Fall die Plexiglasplatte, welche auf der Schablone liegt. An der richtigen Stelle ein sechser Loch gebohrt und die Fräse mit halbem Durchmesser (um Fräser- und Achsradius korrigiert), um dieses kreisen lassen. Auf 12 und 6 Uhr habe ich jeweils beim letzten Durchgang einen kleinen Steg stehen gelassen, damit mein Kreismittelpunkt stabil bleibt. Die Reste der Stege habe ich später mit der Stichsäge und einer Schleifhülse entfernt.

Schallwand

05.10.2012 Heute sind die Ausschnitte für den Tiefton-Lautsprecher entstanden. Wieder kam der Festwert-Fräszirkel zum Einsatz. Zunächst habe ich einen Kreisausschnitt mit einem Durchmesser von 203 mm gefräst.

Festwert- Fräszirkel

Im nächsten Bild ist der Festwert-Fräszirkel mit der Zentrierschraube zu sehen.

Zentrierschraube

Die Öffnung geht auf jeder Seite 4 mm tief in die Außenwand.

Schallwandoeffnung

Damit aber der Tieftöner nach hinten genügend atmen kann, habe ich dann mit einem Fräser mit Anlaufkugellager die Öffnung größtmöglich erweitert. Da hätte man sich den schönen Kreis auch sparen können…

viereckige Oeffnung

Und weil das mit dem Zirkel besser klappt als erwartet, habe ich in der Schallwand auch gleich ohne die doofen Schablonen gearbeitet. Die Löcher sind unter Berücksichtigung einer noch anstehenden Lackierung gleich 1,5 mm übermaßig ausgeführt. Die Lautsprecher sitzen und ich frage mich, ob der Hersteller eigentlich hinter den Chassis keine Dichtung vorgesehen hat. Auf dem Bild unten ist die Schallwand noch ca. 4 mm breiter als das Gehäuse. Da wird es am Tieftöner zum Rand hin noch ganz schön eng…

Schallwand mit Mitteltoener

11.10.2012 Die ca. 2 m² große Dämmstoffmatte aus meinem Minuettapaket habe ich zunächst halbiert und die ca. 1 m² je Box in 3 gleich große Stücke geteilt. Die Hälfte eines Stückes, also ca. 1/6 m² kommt in das MT-Gehäuse, den Rest verteile ich im TT-Gehäuse. Rüdiger hat heute übrigens die Kreissäge frei und wir schneiden die Schall- und Rückwände. Wegen der besonderen Winkel der Schnittkanten bin ich da ganz froh, das nicht mit der Fräse machen zu müssen.

Dämmstoffmatte

Und weil wir einmal so schön zugange waren, haben wir auch gleich die Oberseiten furniert. Vermutlich waren diese vorher aber nicht ganz eben oder die Zwingen haben den Druck nur auf den Rand verteilt. Auf jeden Fall mussten wir mit Muttis Bügeleisen ordentlich nachhelfen und vermutlich müssen die Oberseiten auch noch einmal meine besondere Zuwendung bekommen.

Oberseite

Dafür passen die Schall- und Rückwände auf die Außenkontur als wären sie aus einem Guss. Super! Da musste ich auch sofort die Öffnungen für die Lautsprecher fräsen, trotz der 23 Uhr nochwas…

Lautsprecheröffnungen

12.10.2012 Für die ER4s hat dann aber gestern Nacht die Kondition doch nicht gereicht. Gut, dass heute im Betrieb wenig zu tun war (rein betriebswirtschaftlich ist das freilich nicht so gut). So konnte ich heute in aller Ruhe eine neue Schablone bauen. Damit hat es dann aber prima gepasst. Die Schallwände fixiere ich beim Verkleben lieber wieder mit Hilfe von Holzdübeln gegen seitliches Verrutschen.

Verleimen der Schallwand

13.10.2012 Planänderung: Damit auf der Rückseite zwischen den Bürzeln noch genug Platz für das Anschlussterminal bleibt, habe ich das Bassreflex-Rohr jetzt nach vorne verlegt. Die Ausschnitte dafür sind diesmal mit einem Fräszirkel aus der Bucht entstanden. Mein Festwert-Fräszirkel ist zwar genauer, dafür kann er aber die kleinen Radien nicht. So hat eben im Leben jedes Ding eine gute und mindestens eine schlechte Seite.

Fräszirkel

Der Inhalt dieser roten Kiste hat es mir angetan. Englische Weingummis. mmmmhhh

Nervennahrung

Die beiden Rückwände sind jetzt auch schon verleimt und für die Anschlussplatten sind 100er VA-Ronden bestellt. Im nächsten Bild die Draufsicht mit der geleimten Rückwand…

Draufsicht mit Rückwand

Und hier ein Detail mit dem Kantenverlauf…

Kantenverlauf

Aber wenn man mal ganz genau hinschaut, habe ich den optimalen Winkel leider um zwei bis drei Grad verpeilt. Der Bleistiftstrich zeigt, wie die Kante hätte verlaufen müssen…
Mal sehen, ob ich da mit der Winkelgleitplatte unter dem Fräser wieder auf die richtige Linie komme. Dazu fehlt mir aber noch ein langer Bündigfräser mit Anlauflager.

optimaler Winkel

Jetzt kommen auch immer öfter die Chassis aus ihren Kartons, um in der Schallwand Platz zu nehmen. Die ersten beiden Seitenwände sind inzwischen auch schon von Hand geschliffen. Vorschliff mit 120er Korn, dann 180er und schließlich 240er Korn. Das ermüdet aber ganz schön. Da muss wohl irgendwann mal eine Maschine her!

Vorschliff-240

Gleicher Tag: Auch die Schallwände sind jetzt verleimt:

Schallwände verleimt

Und noch etwas stört beim genauen Hinsehen: Der Druck war wohl beim Verleimen der Seitenwände nicht zu 100 % gleichmäßig verteilt. Am unteren Rand stehen sie einen halben Millimeter weiter raus als in der Mitte. Hoffentlich fällt das am Ende nicht so stark auf.

Fehler in der Außenwand

15.10.2012 Ein Festool Exzenterschleifer wurde angeschafft. Ich hab mir den ETS 150/3 ausgesucht. Der kommt in einer Kunststoffkiste, die sich Systainer nennt. In der Box sind praktischerweise auch die benötigten Schleifscheiben, je 5 Stück der Körnung 80, 120, 180, Typ Rubin und je 5 Stück der Körnung 220 und 320 Typ Brilliant 2. Da kann es ja sofort losgehen.

Exzenterschliff

Damit lassen sich schön die Übergänge zur Schallwand beseitigen. Aber man schleift auch schnell durch…
Und zwar genau an den Stellen, wo ein paar Bilder vorher die Seitenwand einen halben Millimeter hochstand. Zum Glück ganz unten an der Ecke. Das lässt sich hoffentlich mit Rüdigers Hilfe später noch kaschieren.

durchgeschliffen

16.10.2012 Da, wo es eigentlich weitergehen soll, nämlich an der Rückwand, passiert nichts, weil der entsprechende Fräser noch fehlt. Dafür wird geschliffen bis der Arzt kommt und gebeizt. Zumindest auf dem Versuchsbrett. Das nächste Bild zeigt die zur Hälfte gewässerte Beizprobe noch vor dem Beizen.

wässern

Und hier danach. Ein Unterschied zwischen der gewässerten und der nicht gewässerten Fläche ist für mich nach dem Trocknen übrigens nicht zu erkennen. Also entfällt das Wässern. Der Farbton gefällt mir schon sehr gut, ich möchte aber noch einen Versuch mit verdünntem Färbemittel machen. Der Händler, Hermann Schulte auf der Rüttenscheider Straße, welcher übrigens gut sortiert ist und dazu noch fachlich kompetent, hat noch eine Stunde auf. Nix wie hin, die passende Verdünnung holen…

gefärbt

Am gleichen Tag ist auch die erste Anschlussplatte aus einer achtziger Edelstahl-Ronde entstanden. Die einhunderter passt wegen der im Kurvenverlauf angepassten Rückwand jetzt nicht mehr rein.

VA-Ronde

Die Dynavox Einbaubuchsen sind zur Lötseite hin am Gewinde beidseitig abgeflacht. Beim Einbau in eine isolierende Platte, z. B. in Polycarbonat, könnte man die Bohrungen auch in dieser Form ausführen und hätte einen wirksamen Verdrehschutz. Baut man sie aber in eine leitende Platte ein, muss man zwingend die schwarzen und roten Isolierscheiben verwenden. Sonst hätte die Box nämlich einen Innenwiderstand von Null Ohm. Das mag kein Verstärker. Die Isolatoren sind aber außen rund und können so gegen Verdrehen nicht mehr sichern. So verdreht man über den großen Hebel der Isolierung auf der Steckseite auch den kompletten Stecker und löst diesen damit möglicherweise. Da muss noch eine Idee her!
Immer noch der 16.10.2012: Auf die Beize habe ich, weil ich den richtigen Füllgrund noch nicht hier habe, versuchsweise mal Rallye Klarlack gesprüht. Ich habe mich übrigens für die unverdünnte Version der Beize entschieden. Es geht farblich in die Richtung, die ich mir vorgestellt hatte.

Klarlackversuch

17.10.2012 Alles ist jetzt bis zur Körnung 180 maschinell geschliffen. Den falschen Winkel habe ich, weil der Fräser immer noch nicht in der Post war, ebenfalls mit dem Exzenterschleifer korrigiert. Mit achtziger Papier. Damit ich dabei nicht durch das Furnier schleife, habe ich Gewebeband auf Malerkrepp von ca. 5 mm bis ca. 60 mm vor die Kante der äußeren Rückwand geklebt. Das Malerkrepp, weil ich da relativ sicher bin, dass es sich ohne Reste und Schäden am Furnier wieder abziehen lässt und das Gewebeband, weil man da nicht so schnell durchschleift. Nur alleine Gewebeband hab ich mich wegen der unbekannten, vielleicht zu hohen Klebkraft nicht getraut. Dann hab ich geschliffen, bis das dünne Malerkrepp noch dünner wurde. Dann die Klebebänder entfernt und bis Korn 180 geschliffen.

Winkelkorrektur

Hier das Ergebnis:

Spiegelglanz

An den Anschlussplatten habe ich die Befestigungsbohrungen noch gesenkt.

Anschlussplatten

18.10.2012 Mit Rüdigers Hilfe sind noch die Bürzel für die Rückwand an der Kreissäge mit einem Winkel von 59° entstanden. Die schräge kurze Seite hat am Kantenschleifer noch einen Radius bekommen. Davon gibt es aber leider kein Foto. Zumindest unmontiert nicht.

Rückwandbürzel

Die Bürzel habe ich dann am Heck wie gehabt mit Holzdübeln fixiert und vollflächig aufgeleimt. Dann mit der vorhin beschriebenen Doppeltape-Methode beigeschliffen, bis auch diese Kanten schön fluffig waren.
Ab jetzt wird es richtig spannend: Farbe kommt ins Spiel. Die Boxen schön über einen dicken Balken gestülpt und mit Färbemittel eingepinselt. Es handelt sich dabei um das Colorkonzentrat CK 03 in Rot von Zweihorn. Dieses Färbemittel macht übrigens seinem Namen alle Ehre. Am besten befindet man sich beim Hantieren damit in einem anderen Raum. Was ja bekanntlich nicht geht. Außer man beherrscht die Telekinese perfekt. Im Bild gibt der noch feuchte Teil (hoffentlich) den zu erwartenden Farbton wieder.

Färbemittel

Getrocknet sieht die Farbe ganz schön dunkel aus. Hoffentlich bleibt das nicht so…

tocken

Außerdem gibt es kaum eine Aktion, bei der sich nicht auch ein kleiner Fehler einschleicht: Heute hat sich beim Färben eine kleine Stelle im Furnier auf der Oberseite am Rand gelöst. Hoffentlich lässt sich das jetzt noch nachträglich kleben. (Das wäre übrigens schon vor dem Färben sichtbar geworden, wenn ich nicht aufs Wässern verzichtet hätte.)

gelöstes Furnier

19.10.2012 Ich hab versucht, das abstehende Stück Furnier mit Sekundenkleber wieder in Position zu bringen. Dazu habe ich seitlich Sekundenkleber eingeträufelt und mit einem weichen Stahllineal das Furnier angedrückt. Zumindest ist es jetzt wieder in der Soll-Position. Ob mir das ohne Farbfehler gelungen ist, sehe ich dann nach dem Grundieren.

Und das kommt jetzt: Etwas zu optimistisch habe ich nur 150 g Lack angesetzt. Das reicht aber nur für 1 ½ Boxen. Also nochmal 60 g nachgemischt. Das passt jetzt knapp von der Menge her. Ich habe leider nur eine 2,5 mm Düse in meiner Lackierpistole. Da geht die Farbe so schnell durch, dass man Gehörschutz für die Geräusche braucht, die der Strudel erzeugt.

Für die letzte Schicht hab ich dann 320 g angesetzt. Insgesamt habe ich jetzt ca. 1100 Gramm Lack in vier Lagen aufgetragen. So ergibt sich bei ca. 1,2 m² Oberfläche je Box, mal zwei Boxen, mal vier Lagen eine Auftragsmenge von 110 g Lack je m² und Lage. Der Farbton passt sehr schön und das Ankleben der Beule hat auch keine Spuren hinterlassen. Schwein gehabt!

Grundieren

Trotz der vier Schichten Compakt PUR-Grund sind immer noch leichte Strukturen der Maserung zu erkennen. Ich hoffe, dass sich das komplett rausschleifen lässt. Ich will dazu aber der Grundierung eine Woche Zeit lassen sich richtig zu setzen. Falls ich diese Geduld aufbringe.

Grundierung trocken

21.10.2012 Da habe ich die Geduld wohl doch nicht aufgebracht. Außerdem habe ich zwischenzeitlich eine Anleitung zum richtigen Lackaufbau im Internet gefunden. – Leider ist der Link inzwischen nicht mehr gültig. Ich habe ihn deshalb entfernt.

Anleitung zu Hochglanz-Oberflächen

Die gibt wie folgt an:
1. Abgestufter Rohholzschliff mit P150/P180
2. Beizen
3. Isoliergrund 2 x 120 – 200 g/m² nass in nass
4. Schliff P320
5. Grundieren 3 x 150 – 200 g/m² nass in nass
6. Trocknen 16 – 20 h
7. Schliff P320
8. Grundieren 3 x 150 – 200 g/m² nass in nass
9. Trocknen 3 Tage
10. abgetufter Schliff P400 – P600
11. Hochglanzlack 2 x 120 – 200 g/m²
12. Schleifen P600-800, polieren Korn 2500 nass

Bis auf den Isoliergrund habe ich den Lackaufbau bis Punkt 8 auch so ausgeführt. Allerdings war meine erste Grundierung vier- und meine zweite fünflagig. Meine Auftragsmengen liegen rein zufällig so gerade in der Nähe der unteren Grenze von „das ist noch ok“. Ich habe vorher nicht gründlich genug darüber nachgedacht. Also wird am Montag, wenn es zeitlich passt, noch Grundierung nachgekauft.

Zwischenzeitlich habe ich die Grundierung mit 320er Schleifpapier maschinell geschliffen. Es bleibt aber immer noch ein Rest Struktur von der Maserung übrig. Nicht zuletzt weil ich mich nicht traue, so lange zu schleifen bis alles glatt ist. Ich will ja nicht durchschleifen. Und das geht dann sehr schnell. Zum Glück wieder an einer Stelle am Rand, welche später nicht sichtbar ist.

erster Schliff

22.10.2012 Heute Morgen war ich dann direkt beim Farbenhändler. Die Firma Aretz in Oberhausen führt Hesse-Lignal. Das Produkt meiner Wahl war hier die Serie PUR-Brillantlack DU 449 mit den passenden Isoliergründen und Grundierungen. Andere Hersteller wie z.B. Zweihorn haben da aber sicherlich auch funktionierende Systeme auf PU-Basis im Angebot. Mit einem kleinen aber teuren Paket unterm Arm hab ich diesen dann wieder verlassen. Eingedeckt für den ganzen restlichen Bedarf dieses Projektes. Und heute Mittag habe ich dann noch einmal fünf Schichten Grundierung aufgetragen.

Lackieren

Acht Stunden nach dem Grundieren sieht die neunte Lackschicht so aus:

neunte Lackschicht

Das lässt hoffen. Aber es gibt wie immer auch hier ein paar Schattenseiten: Es hat ein paar dicke Tränen gegeben, welche sich aber vermutlich wegschleifen lassen.

Läufer

Außerdem müssen diverse Stellen gespachtelt werden. Die Spuren vom Fräsen in der Schallwand,

Spuren vom Fräsen

Fehler im Multiplex,

Multiplex

und auch noch die eine oder andere Pore…

Poren im Klarlack

Nach einer weiteren Geduldsprobe mit einer Trocknungszeit von drei Tagen würde als nächstes Spachteln, Schleifen und schwarz Lackieren auf dem Plan stehen.

24.10.2012 Abends: Da hab ich ja tapfer durchgehalten. Den Lack schön in Ruhe gelassen. Nur die Fehlerstellen an Schall- und Rückwand vorsichtig mit Polyesterspachtel gefüllt. Morgen Mittag hatte der Lack 72 h Ruhe. Dann geht es an den 320er Schliff, sobald ich die Zeit dazu finde.

Spachteln

25.10.2012 Morgens: Bei der Befestigung der Böden habe ich mich für „Rampa-Muffen“ des Typs SKD entschieden. Die haben einen Kragen und sind aus Messing. So habe ich keine störenden magnetischen Teile in der Nähe meiner Spulen und dank des Kragens schließen die sauber mit dem Holz ab.

Rampa-Muffen

Den Rest des Tages habe ich mit Spachteln, Schleifen und Abkleben verbracht. Die Gehäuse sind jetzt komplett mit Korn 320 geschliffen. Übrigens verschleißen die 320er Festool Klettscheiben unheimlich schnell. Fünf Scheiben habe ich heute verbraucht. Zum Glück hatte ich von Rüdiger noch ein paar Scheiben der Firma Indasa Typ Rhynogrip White Line bekommen. Die hatten zwar nur neun Löcher, aber mit einer Lochpfeife und einer alten Scheibe von Festool ließen sie sich schnell auf die passende Lochung umarbeiten. Sie sind auch ein bisschen aggressiver.

Dafür ist aber von der Struktur der Maserung nur noch ganz vereinzelt etwas zu erahnen. Hätte nicht gedacht, dass dafür so viel Zeit draufgeht. Zum Abkleben habe ich etwas dickeres Packpapier benutzt. Morgen wird schwarz lackiert…

Abkleben

26.10.2012 Schall und Rückwand haben heute ihren schwarzen Farbüberzug erhalten. Zwei Schichten Schwarz RAL 9005 matt. Schon nach der ersten Schicht war zu erkennen, dass es wohl keine gute Idee war, direkt auf die gespachtelten Stellen zu lackieren. Vermutlich hätte da erst ein Füller drauf gemusst. Aber ich bin eben auch kein Lackierer.

Matt-Schwarz

Ich hätte schwören können, dass diese Fehlerstelle vorher komplett gespachtelt und geschliffen war.

Fehler im Schwarz

Vielleicht lasse ich den einen oder anderen Fehler, damit hinterher keiner sagt: Die sind doch nie im Leben selbst gebaut…

Jetzt fehlt nur noch ein letzter Schleifdurchgang bis Korn 600 und zwei Schichten Brilliantlack. Nach dem Entfernen des Abdeckpapieres sehen die Boxen jetzt so aus:

Finale

27.10.2012 Die zwei finalen Lackschichten sind drauf.

Ich habe noch viele Erfahrungen machen müssen:

Z. B. dass man an Kanten, selbst mit 600er Nasspapier, super schnell durchschleift. Aber auch, dass man mit schwarzem Staedler permanent Lumocolor Filzstift diese Stellen farblich wieder hin bekommt und sogar mit Klarlack drüber lackieren kann.

Dass eine in einem Sandstrahlraum durchgeführte Lackierung nicht so staubfrei wie in einer Lackierkabine wird und dass man mit ein paar Staubkörnern im Lack auch noch ganz gut leben kann.

In diesem Stadium des Selbstbaus kann eine einzige kleine Macke einen ganzen Tag Arbeit zunichtemachen. Irgendwann will man ja auch mal Musik hören mit diesen Dingern…

Nach gut dreihundert Stunden Arbeit weiß ich jetzt, warum sowas im Laden neun Mille kostet. Hätte ich diese Zeit in meinen Job investiert, hätte ich auch ein Paar Epicon 6 kaufen können, aber sicher nicht so viel Freude daran gehabt.

Hochglanz

29.10.2012 Endspurt: Als erstes die Messingmuffen eingeschraubt.

Bodenverschraubung

Jetzt können die Böden zusammen mit den Weichen eingesetzt werden.

Frequenzweiche

Für die Sockel habe ich 40er Edelstahlrohre auf Länge geschnitten.

Und, von wegen Endspurt, die von mir besorgten Ronden haben mit 42,4 mm den falschen Durchmesser. Die bestellten 40er lassen auf sich warten.

Die Steinplatten für die Sockel sind angefragt, das Angebot lässt aber auch auf sich warten.

Eine Box bringt inzwischen mit Sockel 52,4 kg auf die Waage. Ein Freund äußerte darüber schon Bedenken hinsichtlich der Entstehung schwarzer Löcher. Aber ist ja Stereo. Da stehen die Massen weit genug auseinander…

03.11.2012 Kabel drin, alles verlötet, Dämmmaterial rein, Dichtung rein, Böden eingeschraubt, Füße fehlen noch – EGAL: STROM DRAUF!
Die ersten zarten Klänge…

Minuetta-lackiert

Fehlen nur noch die Steinsockel. Übrigens sehen die Seitenwände nur bei ganz bestimmtem Lichteinfall auf den Fotos so rot aus. Die gleiche Box mit weniger Licht von der Seite zeigt sich wesentlich dezenter:

Minuetta-dezent

12.11.2012 Lange genug habe ich auf passende Angebote diverser steinverarbeitender Betriebe in meiner Stadt gewartet. Von Preisen, welche sich im Fahrzeug der Inhaber widerspiegeln bis „wir haben zwar nicht den Stein, den Sie wollen und vierziger Löcher können wir auch nicht“ war alles dabei.

03.12.2012 Die Sockel sind jetzt endlich angekommen und montiert. Die lange Wartezeit habe ich intensivst zum Hören diverser Test-CDs, wie es sie zu hochwertigen Lautsprechern z.B. DALI oder B&W etc. gibt, genutzt.
Keine Frage, der Klang ist überzeugend!
Aber den hatte ich ja schon bei Udo gehört.

Edelminuetta

Kosten
2xMinuetta ADW (Eton 21) 1.190,00 €
Makassar Furnier 3 m² 140,00 €
Tafel Multiplex 30 mm 159,00 €
Holzreste Multiplex div. 70,00 €
12 m² Biegesperrholz 5 mm 160,00 €
MDF Zuschnitte 6 mm 2,5 m² 35,00 €
Ponal Express 500 ml 10,00 €
Montagekleber 15,00 €
Ponal Express 10 l 70,00 €
Grundierung und Lack 375,00 €
Buchensperrholz 4 mm 6 Tafeln 18 m² 125,00 €
Multiplex f. Schallwände 21 mm 34,00 €
Beize, Verdünner, Pinsel und Zubehör 47,00 €
diverses Kleinzeug 100,00 €
Steinsockel 300,00 €
2.830,00 €

Die Stunden zählt man besser nicht. Hier ist aber auch der Weg schon ein bisschen das Ziel. Rechnet man allerdings zu den Kosten für das Material noch die für das angeschaffte Werkzeug dazu und ist obendrein verheiratet, führt man im Hinblick auf eine glückliche Ehe die Gesamtkosten hier besser nicht mehr auf.

© Frank Sinning

Nachtrag:
Der größte Teil meiner CD Sammlung klingt jetzt in meinen durch diverse Test-Cds verwöhnten Ohren fürchterlich.
Aber ich kann doch jetzt nicht für immer nur Test-Cds hören.
Soviel zum Klang…

Zweiter Nachtrag:
Mit den Jahren fällt der Klarlack noch etwas bei und das Multiplex zeigt seine Struktur. An der Schallwand werden die Lagen seitlich unter dem Klarlack sichtbar.

7 Gedanken zu „Selbstbau-Lautsprecher Minuetta“

  1. Hallo Frank,
    deine Anleitung ist wirklich hervorragend und das Ergebnis einfach überwältigend. Ist es möglich die Baupläne für diese tollen Lautsprecher von dir zu erhalten?

    1. Hallo Tim.
      Alles was zu diesen Lautsprechern existiert steht in diesem Blog.
      Baupläne gibt es dazu leider nicht mehr. Außerdem ist, wenn mich nicht alles täuscht, der Tieftöner schon länger aus dem Programm genommen worden.
      L.G.
      Frank

  2. Vielen Dank für Ihren Bericht. Amüsant geschrieben und beschrieben dieses Wahnsinns-Projekt.
    Ich baue auch ab und zu DIY-Lautsprecher und kann bei jedem Schritt (mit oder ohne Fehler) mitfühlen. Die meisten LS-Hersteller sind von gebogenen Seitenwänden wieder weggekommen. Ich achte beim Bau auf Kosten-Nutzen und habe mich deswegen wieder für eckige Kisten entschieden. Es kann ja auch nicht sein, dass das Selbstbauprojekt teurer als eine gekaufte Fertig-Box wird………….
    PS: Auch meine geliebten CD’s kann ich nachher nicht mehr hören, weil die Lautsprecher extrem analysieren: YELLO-CD’s und wie sie beschrieben haben Hörkurs-CD’s gehen noch.

  3. Hallo Frank,
    Alls aller erstes ein Riesen Kompliment!
    Echt sehr beeindruckend
    Ich möchte eine Triptychon auf die Beine stellen und deine Farbwahl find ich mehr als beeindruckend,von daher fragte ich mich ob du so nett bist und hier schreiben würdest welche Beize und Lacke du genau verwendet hast.
    Ich hab mich sofort verliebt sieht richtig super aus Vielen Dank Björn

    1. Hallo Björn,
      der Beitrag wurde an passender Stelle um die fehlenden Informationen ergänzt.
      Das Färbemittel war das Colorkonzentrat CK 03 in Rot von Zweihorn, der Klarlack aus der PUR-Brillantlack-Serie von Hesse-Lignal.
      L.G.
      Frank

  4. Hai Frank, ich weiß nicht was ich sagen soll…. Der geneigte „Selbstbauer“ erkennt sich immer wieder selbst und fühlt bei jedem geschriebenem Satz mit. Ein Bericht wie ich ihn Liebe…
    RESPEKT, was Du hier auf die Beine gestellt hast.
    Schonungslos ehrlich, was ich immer mehr vermisse. Fehler wird es bei uns Selbstbauern immer geben, Wir lernen darau…der Weg ist das Ziel 😉
    Den Satz: „Von Preisen, welche sich im Fahrzeug der Inhaber widerspiegeln“ kann ich absolut bestätigen. Manchmal schon (fast) unverschämt was hier Preise aufgerufen werden. In meiner Branche unmöglich, sonst könnte niemand mehr essen gehen…

    Viel Spass mit diesen wunderbaren Lautsprechern.
    Seeya Mike

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