Hinterrad mit dem Laser ausrichten

Heute hat mein Motorrad einen neuen Hinterreifen bekommen und ich wollte das Hinterrad anschließend ordentlich ausrichten. Auf die Markierungen an der Schwinge kann man sich ja in der Regel nicht so gut verlassen.

Vorbereiten der Hebebühne

Also habe ich meine Hebebühne vermessen und eine Mittellinie eingezeichnet. Auf dem „Überfahrschutz“ am vorderen Ende der Bühne habe ich die Mittellinie fortgeführt und eine Skala aufgezeichnet.

Aufstellen des Motorrades

Das Motorrad habe ich dann vorne in die Wippe geschoben. Das Vorderrad ist darin ziemlich straff geklemmt und zentriert. Lenken ist jetzt nicht mehr möglich.

Das Hinterrad steht auf einem Blatt Papier, um es seitlich noch verschieben zu können. Mit der Wasserwaage habe ich dann die Lotrechte überprüft und das Hinterrad gleichzeitig sowohl senkrecht, als auch zur Mitte der Bühne hin ausgerichtet.

Das Motorrad steht jetzt genau senkrecht und genau mittig auf der Hebebühne.

Reifenbreite

Die Breite des Hinterreifens habe ich mit Hilfe zweier Anschlagwinkel gemessen. Er ist in meiner Felge 196 mm breit. (Bridgestone Battlax S20 R evo 190/55 ZR 17)

Messen mit dem Kettenlaser

Ich habe einen Kettenlaser auf eine Wasserwaage geklebt. Liegt die Wasserwaage flach auf dem Tisch, so leuchtet der Laserstrahl in 25 mm Höhe. (In der Praxis ist es ein bisschen komplizierter, aber das tut hier nichts zur Sache)

Diese 25 mm muss man jetzt auf jeder Seite zur Reifenbreite dazu addieren, wenn man die Wasserwaage seitlich gegen den Reifen hält. Der Abstand der Laserpunkte auf der Skala müsste dann 196 + 25 + 25 = 246 mm betragen.

Die Wasserwaage habe ich abwechselnd rechts und links seitlich am Hinterreifen angelegt.

Tatsächlich stimmt die Breite auch relativ genau. Rechts 129 mm + links 118 mm = 247 mm (Ich habe auf halbe Millimeter verzichtet.)

Bei genauer Ausrichtung des Hinterrades müsste der Laserpunkt allerdings auf jeder Seite der Skala bei der halben Breite stehen (123 mm).

Laserpunkt rechtsseitig 130 mm
Der Laserpunkt steht rechts 130 mm aus der Mitte.

Der kleine Anschlagwinkel soll nur zeigen, dass das Hinterrad zu beiden Seiten gleich weit entfernt, also genau mittig steht. Er liegt mit dem senkrechten Schenkel am Reifen und mit dem waagerechten Schenkel am Ausschnitt der Hebebühne an. Das ist auf beiden Seiten so.

Auf der rechten Seite steht der Laserpunkt genau 129 mm außermittig.

Laserpunkt rechts 129 mm außermittig.
Der Laserpunkt steht rechts 129 mm aus der Mitte.

Auf der linken Seite sieht es etwas anders aus:

Laserpunkt linksseitig 118 mm
Der Laserpunkt steht links 118 mm aus der Mitte.

Hier steht der Laserpunkt nur 118 mm außermittig.

Laserpunkt linksseitig 118 mm
Der Laserpunkt steht links 118 mm aus der Mitte.

Die gemessenen Längen der Kettenspanner sind auf beiden Seiten in etwa gleich.

Kettenspanner links
Kettenspanner links
Kettenspanner rechts
Kettenspanner rechts

Die Spannplatten stehen auf beiden Seiten in etwa gleich zu den Markierungen.

Ich weiß, der Laser liegt auf dem Reifen und nicht auf der Felge. Das ist immer ein bisschen ungenau.

Nach dem Einstellen mit dem Laser:

Laserpunkt rechts nach dem Einstellen 122 mm
Laserpunkt rechts nach dem Einstellen 122 mm
Laserpunkt links nach dem Einstellen 122 mm
Laserpunkt links nach dem Einstellen 122 mm

Jetzt steht das Hinterrad genau mittig, die Skalen der Kettenspanner stimmen aber nicht mehr.

Kettenspanner rechts nach dem Einstellen 48,5 mm
Kettenspanner rechts nach dem Einstellen 48,5 mm
Kettenspanner links nach dem Einstellen 49,6 mm
Kettenspanner links nach dem Einstellen 49,6 mm

Man erkennt schon mit dem Auge auf der linken Seite einen deutlichen Abstand der Spannplatte zum fünften Strich der unteren Markierung.

Sonnenblumen-Kekse

Mal was ganz anderes:

Neulich habe ich doch im Regal beim Bauern ein neues Suchtmittel entdeckt: Sonnenblumenkekse. Und nachdem der komplette Bestand aufgekauft war habe ich die letzten Kekse in meinem Biolabor gehackt. Ob Radiokarbonmethode oder CRISPR/Cas9, mir war jedes Mittel recht! Hier nun das Ergebnis:

Sonnenblumen-Kekse
Sonnenblumen-Kekse

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Firmwareupdate im Hammer 2000 Pro

Früher, in der sog. guten alten Zeit, konnte man noch Werkzeuge kaufen, die zu 100% aus Hardware gefertigt waren. Da bestand z.B. ein Hammer aus einem stabilen Holzstiel und einem meist gehärteten Kopf aus Stahl.

Wollte man einen solchen Hardware-Hammer nach zehn Jahren Aufbewahrungszeit in einer Werkzeugkiste benutzen, so nahm man ihn einfach in die Hand, schlug den Nagel in die Wand und der Hammer wanderte wieder in die Werkzeugkiste. Für die nächsten zehn Jahre.

Hardware-Hammer
Pure Hardware – Hammer

Doch die Zeiten sind vorbei. Jetzt gibt es den Hammer 2000 pro! Will man mit diesem neuzeitlichen Hammer einen Nagel in die Wand schlagen, so wird man nach zehn Jahren der Nichtbenutzung feststellen: die Batterien sind ausgelaufen und der Hammer ist inzwischen total unbrauchbar geworden. Oder man hat Glück, die Batterien sind nicht ausgelaufen, sondern nur leer. Jetzt schnell für zwei Stunden ans Ladegerät und schon ist der Hammer für die nächsten zwei Minuten zum Hämmern bereit. Der Akku hat leider über die Jahre den größten Teil seiner Kapazität verloren. Also schnell den Nagel in die Wand, bevor der Akku wieder schwächelt. Falsche Stelle – na ja, Hauptsache der Nagel ist drin.

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Umbau BMW S1000R

Mit der Einfahrkontrolle sind auch gleich ein paar schöne HP-Anbauteile ans Bike gekommen: Ich habe, soweit vorhanden, die BMW-Teilenummern mit eingefügt. Einige Bilder sind auch zu einem großen Foto verlinkt.

HP Carbon Radabdeckung vorn

Die originale BMW-Vorderradabdeckung wiegt 351,5 Gramm. Die HP-Carbon-Radabdeckung wiegt zwar nur 203 Gramm, aber darauf kommt es bei meinem Körpergewicht nicht an. Ich habe sie aus optischen Gründen austauschen lassen.
An der vorderen HP-Carbon-Radabdeckung gibt es nichts zu meckern. Das Bauteil sieht sehr hochwertig aus, es klappert und vibriert nichts. Unter den Schraubenköpfen sitzen Unterlegscheiben aus Kunststoff.

HP Carbon Radabdeckung vorn
HP Carbon Radabdeckung vorn

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Kern-Stabi Zentralständer für BMW S1000R

September 2016: Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach 25 Jahren Abstinenz mal wieder Motorradfahrer werde, bis ich mich zufällig bei einem Freund in der Garage auf dessen Motorrad gesetzt habe. Er meint das wäre wie Herpes – das wird man nicht mehr los. Recht hat er gehabt.

Mit der Anschaffung einer BMW S1000R entstand auch gleichzeitig der Bedarf an einem Zentralständer. Für die erste Zeit geht es noch mit dem Gabelstapler ganz gut. Aber ich kann ja nicht immer die Kunden-LKW wegschicken, wenn das Motorrad gerade mal wieder auf dem Stapler steht…

Eine Arbeitshöhe von mindestens 500 mm über dem Boden war nur eine Anforderung für die Fahrzeugpflege und rückengerechtes Arbeiten.
Ich bin definitiv zu alt um auf dem Boden rumzurutschen.
Ich will dabei auf einem normalen Stuhl sitzen können.
Zuerst wollte ich einen Zentralständer selber bauen und habe mit dem Ausmessen der in Frage kommenden Aufnahmepunkte begonnen.

BMW S1000R auf dem Gabelstapler
BMW S1000R auf dem Gabelstapler

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Bau einer Vakuumpresse

Vakuumtisch

Um Silikon-, Polyurethan- und andere Vergussmassen blasenfrei vergießen zu können und weil er auch für das Formverleimen in meinem Lautsprecherbau-Projekt sehr nützlich gewesen wäre, habe ich mich an den Bau eines Vakuumtisches gewagt. Er sollte gleichzeitig als Vakuumpresse und als Entlüfter (Exsikkator) arbeiten können.

Tischgestell

Für das Tischgestell habe ich Zuschnitte aus Edelstahl-Quadratrohr 40 x 40 x 2 mm verschweißt. Dafür habe ich knappe 12 m Quadratrohr benötigt. Die Längen 1500 und 800 mm sind auf Gehrung geschnitten, die Längen von 650 mm im rechten Winkel.

VA-Tischgestell
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Impulsgesteuerte Fotografie

Angefangen hat alles mit der Teilnahme an einem Fotokurs in der Volkshochschule Essen. Tropfenfotografie stand dort auf dem Programm. Aber die ersten Versuche waren sehr frustrierend. Der Finger war einfach nie zur richtigen Zeit auf dem Auslöser. Bis das folgende Bild auf dem Kamerachip war, hatte ich knapp eintausend Mal auf den Auslöser gedrückt. Wo bleibt denn da die Quote? Will man eine ganze Serie solcher Tropfenfotos schießen, so ist dieses Verhältnis definitiv zu schlecht.
Das schrie nach einer technischen Lösung.
Und technische Lösungen liegen mir irgendwie…

Trofenkrone

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Selbstbau-Lautsprecher Minuetta

Der Wunsch nach einem Paar kleinerer Regallautsprecher für die Küche trieb mich eines Tages in einen kleinen, edlen HiFi-Laden in Rüttenscheid. Die Hörvorführung entwickelte dort sehr schnell eine Eigendynamik und nach kurzer Zeit verspürte ich fast schon den Zwang, die kleinen Lautsprecher aus dem Wohnzimmer in die Küche zu stellen und fürs Wohnzimmer was Anständiges anzuschaffen. Im Nu standen Lautsprecherboxen im fünfstelligen Eurobereich vor mir, welche die Anschaffung neuer HiFi-Geräte in der gleichen finanziellen Größenordnung nach sich ziehen würden.
Ich war gezwungen umzudenken!

Minuetta-Entwurf-Inventor
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Partikelgeschwindigkeiten messen

PIV=particle image velocimetry

Im September 2015 habe ich mich mit der Geschwindigkeitsmessung von Strahlmittelpartikeln (PIV im Einzelbild-Verfahren) beschäftigt.

Nicht, dass es da nicht schon fertige Lösungen gegeben hätte – aber eben Lösungen für den großen Geldbeutel, die Investitionen im fünf bis sechsstelligen Eurobereich nötig machen. Meine Lösung sollte etwas für den kleinen bis mittleren Geldbeutel sein. Um es vorweg zu nehmen: das ist dann auch gelungen.

Winkel-SW

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